Werdegang einer Keramikverblendkrone:

  • Der Patient geht zum Zahnarzt, und es fällt die Entscheidung eine Krone anzufertigen.

  • Der Zahnarzt nimmt zwei Abdrücke. Einen von dem Kiefer mit dem beschliffenen Zahn, der eine Krone erhalten soll und einen von dem Gegenkiefer, damit das Labor die Möglichkeit hat auch die Höhe der Krone richtig zu ermitteln.

  • Die Abdrücke werden ins Dentallabor geschickt. Der Patient hat die Möglichkeit, sich die individuelle Zahnfarbe im Labor aussuchen zu lassen.

  • Hier werden Modelle der beiden Kiefer hergestellt (eins davon ist ein Modell, aus dem man den einzelnen beschliffenen Zahn, der die Krone erhalten soll, herausnehmen kann). Diese Modelle werden in ein Gerät (Artikulator) eingestellt, das die natürlichen Bewegungen des Kiefergelenkes annähernd nachvollziehen kann.

  • Der Gips des beschliffenen Zahnes wird mit einer Art Lack versehen, damit der Zement, mit dem der Zahnarzt die Krone im Mund später befestigt, den erforderlichen Platz hat.

  • Nun wird ein Gerüst (wie eine kleine Kappe) aus Wachs hergestellt. Der Kronenrand wird unter einem besonderen Mikroskop modelliert, damit ein 100 %er Randschluss gewährleistet ist. Danach wird ein Wachskanal an dem Gerüst befestigt, durch den später das Gold in den Hohlraum einfließen kann.

  • Dieses Wachsmodell wird mit einer feuerfesten Masse umgossen und dann in einem Ofen auf die entsprechende Temperatur erhitzt (ca. 700 bis 900 Grad Celsius).

  • Wenn nun das Wachs verbrannt ist, wird in den entstandenen Hohlraum Gold oder auch ein sogenanntes Nichtedelmetall gegossen oder, bei Vollkeramikkronen, eine besondere Keramikmasse gepresst.

  • Wenn der Guss abgekühlt ist, wird die feuerfeste Masse mit einem Sandstrahlgerät entfernt.

  • Der rohe Guss wird ausgearbeitet, wobei der Kronenrand wieder unter dem Mikroskop bearbeitet wird.

  • Nun wird die Metalloberfläche mit Aluminiumoxid aufgeraut und bei hoher Temperatur oxidiert. Diese Oxidschicht dient dem Verbund zwischen Keramik und Metall.

  • Dann wird die erste Schicht Keramik aufgebrannt. Sie verhindert, dass man später das Metall durch die Keramik sehen kann.

  • Dann folgen die verschiedenen Keramikschichten, teilweise sind es insgesamt bis zu zehn verschiedene Farben für eine Verblendung, die als Pulver-Flüssigkeitsgemisch mit einem Pinsel auf dem Gerüst platziert werden und dann in mehreren, nacheinander folgenden Bränden zu der fertigen Keramikverblendung gebrannt werden.

  • Zwischendurch wird die Krone immer wieder auf dem Modell und im Artikulator auf Form und Höhe überprüft.

  • Dann wird das noch sichtbare Metall hochglänzend poliert und die ganze Arbeit kontrolliert, bevor sie wieder zum Zahnarzt geht, der sie dann im Mund des Patienten fest einsetzt.

  • Bei aufwendigen Arbeiten können zwischendurch auch Anproben beim Zahnarzt erfolgen.

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